Noch hat Donald Trump keinen Anspruch auf den Blocksberg verkündet. Freunde von Hafer wundern sich derweil über die Zustände in Berlin.
Auf dem Blocksberg mit Emde
Mit etwas Wehmut denke ich an den Herbsturlaub zurück, als es mir morgens gelang, weitestgehend auf die Tageszeitung zu verzichten. Es tut mal gut, nicht ständig im Nachrichtenstrom zu schwimmen. Wobei, was heißt schwimmen? Eigentlich ist es eher ein Ertrinken, unterbrochen von hilflosen Schwimmbewegungen. Wobei wir dann wieder bei meinem Lieblingsbild wären. Nicht mit oder gegen den Strom schwimmen, sondern auf der Uferböschung sitzen und Steine ins Wasser schmeißen.
Das klingt schon ein wenig nach Linken und Antifa, womit wir dann beim Thema wären. Ganz ehrlich, ich bin mit der Politik der derzeitigen israelischen Regierung unter ihrem dubiosen Ministerpräsident Benjamin Netanyahu auch nicht einverstanden. Für mich steht aber das Existenzrecht Israels genauso wenig zur Diskussion wie die Solidarität Deutschlands Israel gegenüber.
Dass es in der Berliner Fraktion der Linken Personen wie Vanessa Emde gibt, die das völlig anders sehen, ist so unverständlich wie der Umgang innerhalb der Partei mit solchen Personen. Der Fairness halber sei allerdings gesagt, dass auch die SPD sich überlegen müsste, wie sie weiterhin mit Putin-Freund Gerhard Schröder umgeht.
Zurück aber nach Berlin. In der Süddeutschen Zeitung las ich gestern einen Artikel über den Ladenbesitzer Hans Georg „HG“ Lindenau. Der hat einen Szeneladen in Kreuzberg und verkauft dort „Revolutionsbedarf“. Von der Sturmhaube bis zum Kommunistischen Manifest. Nachdem er ein Flugblatt gegen Judenfeindlichkeit aufgehängt hatte, wurde er von vermutlich linken Jugendlichen überfallen und geschlagen. Die hat doch echt der Hafer gestochen.
Vom Hafer gestochen
Statt mit der Herkunft der Redewendung finde ich Hafer als Powerfood wesentlich interessanter. Was lange Zeit als Essen für Arme und Tiere (unter anderem Pferde) galt, erfährt (wieder mal) eine Renaissance als gesundes Nahrungsmittel. Dabei ist Hafer nicht nur Bestandteil von Müslis oder Riegeln, sondern kann auch ganz allein für sich stehen.
Etwas ausgepowert nach dem Sport habe ich gestern nicht zu einem Energie- oder Proteinriegel gegriffen, sondern mir 100 g kernige Haferflocken mit 300 ml heißem Wasser angerührt. Mehr brauchte es für mich nicht, auch keine zusätzliche Süße, denn für mich schmeckt der Haferbrei von sich aus bereits süß genug, eine Folge des konsequenten Verzichts auf freien Zucker.
Hafer ist auch eine Zutat des Hexenfrühstücksbreis, womit wir allgemein beim Thema Hexen und im Besonderen bei Bibi Blocksberg angelangt wären. Deren Autorin Elfie Donnelly hat ein neues Buch geschrieben, allerdings für Erwachsene. In „Barabrixa Lunafax: Die Unbeugsame” geht es um eine Hexengemeinschaft, in der die Hexe Alicruxa (in der Schweiz bekannt als Alice Weidel) ein autoritäres Regime errichten will. Mir gefällt an dem Buch, dass hier eine bekannte Autorin ein deutliches Zeichen setzt. Kommt auf jeden Fall auf meine Leseliste.