Von allen guten und bösen Geistern verlassen

Trotz eines verregneten Sommers kamen in den letzten Monaten zu wenig Brettspiele auf den Tisch. Der Herbst bietet jetzt neue Chancen.

Fast spielfreier Sommer

Kaum dreht man Anfang März dem Kalender einmal kurz den Rücken zu, ist es bereits Mitte September. Die letzten Monate sind wie im Flug vergangen, Langeweile kam bei mir zu keinem Zeitpunkt auf. Allerdings ist in der Zeit eines meiner Hobbys deutlich zu kurz gekommen. Die letzten aufgezeichneten Brettspielpartien stammen aus dem April. Trekking Through History und AuZtralia kamen während der Osterferien auf den Tisch. Danach kam ich zwar gelegentlich noch zum Spielen, vor allem durch den Spieletreff in der Familienbildungsstätte in Emden, aber mir fehlt die Energie, die Spiele auch zu notieren.

Zu Hause gab es in meinem Sommerurlaub dann Emberleaf und Flamecraft. Für Kurzweile an der Konsole sorgte „First Light“, was für einige besser ist als die letzten Bond-Filme. Dem kann ich nicht zustimmen, da mir die Filme mit Daniel Craig gut gefallen haben. First Light ist trotzdem ein gutes Spiel. Aktuell angefangen habe ich Crimson Desert, welches nach zahlreichen Updates jetzt sogar eine deutsche Synchronfassung hat.

Zur Spiel 2026 werde ich mal wieder nicht nach Essen fahren, was mich hoffentlich auch dran hindern wird, unsere Brettspielsammlung noch weiter zu vergrößern. Trotz aller Vorsätze ist sie nicht kleiner geworden. Ich setze da auf meine Idee, in Transvall in der Pumpstation auch einen Spieltreff anzubieten. Mal sehen, ob das klappt.

World of Warcraft reloaded

Kommen wir zu einem etwas anderen Spiel, welches meine Frau und ich vor über 16 Jahren in Bielefeld auf dem iMac gespielt haben. World of Warcraft gibt es nach wie vor. Kürzlich wurde „World of Warcraft: Forever“ vorgestellt, eine Version, die sich an dem Ur-WoW orientiert und auf dem Stand von damals mit leichten Anpassungen basieren soll. Daneben gibt es bereits WoW-Midnight und WoW-Classic.

Ganz ehrlich, ich komme da nicht mehr mit. Für mich ist der Rechner auf dem Schreibtisch auch ein reines Arbeitsgerät und ich bin froh um jede Minute, die ich nicht davor sitze. An der Konsole zu spielen ist für mich Entspannung. Was ich zudem auch mittlerweile deutlich bevorzuge, sind Singleplayer-Abenteuer. Für jegliches Multiplayer-Vergnügen braucht man ein zusätzliches Abonnement, was sich für mich als Wenig-Spieler nicht lohnt. Mein Fokus liegt nach wie vor auf Brettspielen, die Konsole ist nur an, wenn meine Frau noch Unterricht vorbereiten muss und ich noch fit genug bin, etwas zu spielen, statt bei einer Doku auf dem Sofa einfach nur abzuhängen.

Daher wird „World of Warcraft: Forever“ für mich keine Option sein, alte Erinnerungen an ein an sich gutes Spiel wieder aufleben zu lassen. Zumal dafür mindestens 11 Euro monatlich fällig würden.

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