Lissabon – Teil XIX
Reisser zögerte den Moment der Antwort noch etwas hinaus. Die Verlogenheit seines Sekretärs widerte ihn an. Er wusste ganz genau, was Dondrus hinter seine Rücken
Lyrik wäre zu hochgestochen. Gedichte, Texte, Bruchstücke. All das könnte passen. In aller Bescheidenheit sind es aber nur Gehversuche. Richtig laufen kann dieser Autor noch nicht.
Reisser zögerte den Moment der Antwort noch etwas hinaus. Die Verlogenheit seines Sekretärs widerte ihn an. Er wusste ganz genau, was Dondrus hinter seine Rücken
Entweder Köln oder Lissabon. Aber was sollte er in Lissabon ohne sein Gepäck, fragte er sich. Das gefundene Geld wäre kein Ausgleich. Die Bahnhofsuhr drängte
Aus den Augenwinkeln heraus betrachtete Dondrus seinen Dienstherren. Seine Augenränder und seine unreine Gesichtshaut verrieten ihn. Schon länger wusste Dondrus, womit sich Reisser nachts beschäftigte.
Anscheinend schien keiner der anwesenden Gäste sich an den Vorfall zu erinnern, was wahrscheinlich auch an der verbrauchten Menge an Bier zu liegen mochte. Möglichst
Nach dem er die Zeitungen überflogen hatte, rief er seine Sekretär zu sich. Dondrus war ein früh ergrauter Mitvierziger. Seine spitzen Lippen, sein feminin-herbes Gesicht
Den beiden Stimmen nach zu urteilen, war er nicht Thema des Tages. Eine der beiden Stimmen schien nicht ganz zielsicher zu sein. Wahrscheinlich zuviel getrunken.
Etwas ausser Atem, schlich sich Reisser unerkannt durch die Hintertür rein. Er wollte sich erstmal ‚frisch machen‘, wie er es nannte, und dann mit seinem
Auf dem Spülkasten vom Klo hatte offensichtlich ein Scherzbold eine Bibel mit einem Kondom als Lesezeichen liegen lassen. Bei näherem Hinsehen fiel ihm auf, dass
Reisser trat auf ein benutztes Kondom. Das Gefühl von Ekel, das in ihm hochkam entsprang nicht den Gewissensbissen hervorgerufen durch mangelnde Keuschheit. Eher war es
Nichts wie raus hier, dachte er. Jemand zupfte ihm an seine Jacke. Ohne sich umzudrehen und auf die Blicke zu achten, steuerte er auf die