Von allen guten und bösen Geistern verlassen

Hinterm Horizont geht’s weiter sang Udo Lindenberg. Für viele von uns rückt der Horizont Rente aber immer weiter in die Ferne.

Rente ist sicher?

Zur guten Tradition in der Vorweihnachtszeit gehört es, Aufregung zu vermeiden, zu Ruhe zu kommen. Mir gelingt das in den letzten Jahren immer weniger, so krass wie in diesem Jahr war es bisher jedoch nicht. Einen der Gründe dafür kann man in meinem Blogartikel vom vergangenen Freitag nachlesen. Es gibt jedoch noch viel mehr. Etwa die Rentenidee von Bärbel Bass und Lars Klingbeil. Man wolle das Rentenalter an die Beitragsjahre koppeln. Von Klingbeil wurde die Zahl von 45 Beitragsjahren in den Raum geworfen.

Für einen gut verdienenden männlichen Facharbeiter, der nach der 10. Klasse ins Berufsleben eingestiegen ist, stellt das sicher eine gute Idee dar. Es gibt aber eine Vielzahl nicht nur akademischer Lebensläufe, die anders aussehen. Zudem heißt ein angefangenes Studium nicht immer, dass man es auch zu Ende bringt. Dafür gibt es viele verschiedene Gründe. Auch gibt es Menschen, die lange studiert haben, weil sie ihr Studium selbst finanzieren mussten.

Zudem kommt hinzu: Selbst ein abgeschlossenes Studium garantiert nicht automatisch ein hohes Einkommen sowie die damit verbundenen Möglichkeiten, für die Rente privat vorzusorgen.

Es gibt Quereinsteiger in den Lehrerberuf, die nicht verbeamtet sind und somit weniger Gehalt monatlich in der Tasche haben als ein Facharbeiter bei VW. Und es gibt Menschen wie mich, die, wenn sie ihre Beitragsjahre zusammenrechnen, mindestens bis 72 arbeiten müssten.

Bei der Rente verhält es sich leider wie in vielen anderen Bereichen. Es wird der Weg gegangen, wo mit weniger Widerstand gerechnet wird. Der wäre nämlich enorm, würde man eine wirklich sinnvolle Idee umsetzen: Beamtenpension abschaffen und Beamte (sofern sie noch notwendig sind) in die Rentenkasse einzahlen lassen.

Ostfriesische Deichseelen

Krass, jetzt habe ich schon mehr zum Thema Rente geschrieben, als ich eigentlich vorhatte. Den neuesten Tiefpunkt von Donald Trump, der sich menschenverachtend über den ermordeten Regisseur Rob Reiner äußerte, lasse ich lieber aus.

Es wird einfach zu negativ. Wenden wir uns lieber den Deichseelen zu. Deichseelen? Da muss ich wohl etwas ausholen. Vor längerer Zeit, damals noch in Köln wohnend, stieß ich zum ersten Mal auf schwäbische Seelen. Zwei, drei Mal probierte ich das aus, sie waren allerdings mehr hart als saftig. Zu dem Zeitpunkt befand ich mich auch schon am vorläufigen Ende meiner Backphase.

Vor zwei Wochen ist mir das Rezept von damals wieder in die Hände gefallen, als ich auf der Suche nach einer Brotspezialität für die Backgruppe des Dorfvereins war. Pizza auf dem Weihnachtsmarkt ist ja ganz nett, aber auch mit viel Aufwand verbunden. Zudem wäre etwas gut, was sich in größerer Stückzahl in weniger Zeit herstellen ließe, idealerweise im normalen Bäckerofen in der Backstube an der Mühle.

Die Seelen sprachen mich sofort an. Einziges Manko: Sie stammen aus Süddeutschland und passen nicht so ganz nach Ostfriesland. Daher bastle ich seitdem an einer eigenen Variation, die versucht, typisch ostfriesisch zu sein. Die ersten Versuche sehen ordentlich aus und schmecken, ihnen fehlt aber noch das Entscheidende.

Ob das Ganze auch eine Option wäre, seine Rente später aufzubessern, lasse ich mal dahingestellt.

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