
Jahrestag im Schnelldurchlauf
Ein Jahrestag ist immer ein Anlass zum Rückblick. Man begehet ihn in Gedenken, darf aber auch den Anlass kritisch hinterfragen.
An manchen Tagen befinden wir uns in guter Gesellschaft. Es gibt aber auch die anderen Tage. Letztendlich lässt sich aber nicht leugnen, dass wir nicht nur zur Gesellschaft gehören, sondern die Gesellschaft sind. Demnach finden sich hier Themen, die uns alle angehen.

Ein Jahrestag ist immer ein Anlass zum Rückblick. Man begehet ihn in Gedenken, darf aber auch den Anlass kritisch hinterfragen.

Das Leben ist keine Einbahnstraße. Auch Entscheidungen wie eine Wehrdienstverweigerung kann man im Laufe seines Lebens revidieren.

Fast 90 Prozent von München sind mittlerweile zur Tempo 30 Zone erklärt worden. Zeit zum Umdenken auch in anderen Städten.

Wie Pilze schießen E-Scooter in deutschen Innenstädten aus dem Boden. Die Modeerscheinung wird dauerhaft aber nur Verlierer produzieren.

Die Vorausläufer des Sommerlochs machen sich bemerkbar. So wurde etwa von einer Forscherin Völkerball als Mobbing bezeichnet.

Die indische Stadt Chennai steuert auf eine Katastrophe zu. Wasser wird extrem knapp, es gab bereits erste Tote im Verteilungskampf.

Der Irre mit dem roten Knopf sitzt nicht im Iran, sondern im Weißen Haus in den USA. Nur ein lichter Moment verhinderte den Krieg.

Die Ermordung des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke zeigt ein neues Ausmaß von Gewalt. Es ist rechter Terror, der das Land in Atmen hält.

Horst Seehofer in seine Funktion als Bundesinnenminister lässt für die Tätigkeit in einem Ehrenamt seinen Dank ausrichten. Die Stadt Köln legt noch was drauf.

Sexismus nach wie vor ein Problem in der Mitte unserer Gesellschaft. Die Genderdebatte um alternative Schreibweisen ist hier wenig hilfreich.