Ernst
Helga B. aus Berlin wollte immer, das man ihr Ernst nimmt. Heute ist ihr Mann im Alter von 42 gestorben.
Lyrik wäre zu hochgestochen. Gedichte, Texte, Bruchstücke. All das könnte passen. In aller Bescheidenheit sind es aber nur Gehversuche. Richtig laufen kann dieser Autor noch nicht.
Helga B. aus Berlin wollte immer, das man ihr Ernst nimmt. Heute ist ihr Mann im Alter von 42 gestorben.
Auf der ersten Stufe lag eine vollgeschissene Windel. Sie war nicht zu überriechen. Der gemütliche Feierabend, auf den er sich bereits gefreut hatte, war dahin.
Knochen auf Neuschnee Blutiger Sabbat Ständiges Schreiben verhallt im Wind Getragen vom Schmerz der Ewigkeit Erwacht der traumlose Schläfer Kinder des Wahnsinns Bizarre Formen tanzend
Tag ein Tag aus in der Mühle Eins mit dem Staub des Alltags Im Grunde ohne Hoffnung Leben im Vorbeigehen Nach Feierabend Dauerberieselung Dem Privatfernsehen
Während Großkonzerne erneut Stellen streichen Fordern Henker einen Mindestlohn, auch wenn die Gewerkschaft verfassungswidrig ist Zum Abbau der Arbeitslosigkeit schickt der Westen mehr Truppen nach
Auf Magnetstreifen dahingleitend, leise Träume an die betrogene Kindheit.
Ohne Reue treibt der Korken auf dem Wasser, während die verzeifelt strampelnde Maus untergeht. Nicht mit dem Strom schwimmen, sondern auf ihm treiben.
Weniger ist mehr als das, was die Kälte uns in den Herzen überlässt. Aufgesogen vom langsamen schlagen der Glocke, gleiten die Kinder der Hoffnung über
Die folgende Tage vergingen, ohne dass sich jemand genau daran erinnern wollte, was passiert war. Auch Herr Wustock wollte lieber alles vergessen. Die Nacht im
Wäre Herr Wustocks an diesem Abend betrunken nach Hause gekommen, hätte er eine aufgebrochenen Wohnungstür und ein kaltes Bett vorgefunden. Das Bett jedoch, in dem