Tödliche Weihnachten (10)
Missmutig starrte Knutsen durch die Windschutzscheibe. Neben ihm saß Gröne auf dem Beifahrersitz. Warum Knutsen diesmal fahren musste, hatte Gröne ihm verschwiegen. Minutenlang schwieg der
Zwischen Kurzgeschichten oder dem nächsten Roman müssen es ab und an Fingerübungen sein, mit denen man sich nicht nur ausprobieren kann, sondern auch den Kopf frei bekommt.
Missmutig starrte Knutsen durch die Windschutzscheibe. Neben ihm saß Gröne auf dem Beifahrersitz. Warum Knutsen diesmal fahren musste, hatte Gröne ihm verschwiegen. Minutenlang schwieg der
„Wo haben sie denn ihren Hund gelassen?“, fragte Gröne den Staatsanwalt. Wenn Willfinger so rumlief, war er garantiert wieder mit seinem Labrador unterwegs gewesen.
„Frag einfach nicht.“ „Das gehört zum Beruf, wie du wissen solltest.“ Knutsen schlurfte rüber zur Kaffeemaschine.
Knutsen riss die Augen auf. Bruce Willis hatte gerade irgendetwas in den Aufzugschacht geworfen. Es war Zeit, ins Bett zu gehen und dieses Weihnachtsfest zu
Knutsen froh noch immer. Die Heizung hatte schon seit ein paar Tagen Schluckauf gehabt. Seine Freundin war dem Ruf eines anderen Mannes vor Monaten gefolgt.
Herrn G. wurde vor Weihnachten gekündigt?“ „Wieder nein. Er hat das Schreiben Ende November bekommen.“ „Was hat er denn so lange getrieben?“
„Wenn sie psychologische Hilfe brauchen Frau G., können wir das regeln.“ Bürokratisch trocken kam der Spruch von seinem Vorgesetzten. Frau G. schüttelte den Kopf und
Knutsen versuchte der Frau so schonend wie möglich beizubringen, was passiert war. Noch auf der Türschwelle brach sie zusammen.
Der Zettel auf dem Beifahrersitz, den sie zuerst für einen Abschiedsbrief hielten, war keiner. Es handelte sich dabei um eine Wunschliste. Von der Handschrift ließ
Für Polizeianwärter Knutsen würde es für lange Zeit das schlimmste Weihnachten gewesen sein. Ganz fest hatte sich das Bild in seinen Kopf eingebrannt. Gegen 19