Von allen guten und bösen Geistern verlassen

Ohne Antrieb bleiben wir den ganzen Tag im Bett liegen. An der Schnittstelle zwischen intrinsische und extrinsischer Motivation liegt die Unzufriedenheit.

Mehr Ausnahme als Regel

Stellen wir zu Beginn eine Sache klar. Unzufriedenheit kann bei bestimmten Menschen positiv motivierend wirken. Genauso kann sie aber als Motor für eine destruktive Energie sein. So zeigt die Sonntagsfrage der Forschungsgruppe Wahlen vom 19.09.2025, dass 26 Prozent der Wählerinnen und Wähler AfD wählen würden —” damit läge die AfD gleichauf mit CDU/CSU. In der Umfragen von INSA (23.09.2025) liegt die AfD mit 26 Prozent sogar vor der Union mit 24,5 Prozent.

Unzufriedenheit ist in harmlosen Fällen ein Meckern mit den Händen in der Tasche, begleitet von fehlender Bereitschaft, Zustände ändern zu wollen und/oder zu können. In weniger harmlosen Fällen ist Unzufriedenheit demokratiegefährdend.

Belassen wir das an dieser Stelle bei dem kurzen gesellschaftspolitischen Exkurs. Eigentlich geht es um ein anderes Thema heute, wobei ich nicht leugnen kann, in dem Zusammenhang selber einer der Unzufriedenen zu sein. Seit ein paar Tagen gärt es schon in mir, gestern habe ich dann Nägel mit Köpfen gemacht. Da Emden nicht ganz so groß ist, werde ich auf die Nennung von Details verzichten, lediglich den groben Rahmen umreißen. Sagen wir daher mal so: Was Veranstaltungen angeht, habe ich eine gewisse Erwartungshaltung. Die steht nicht nur im direkten Zusammenhang mit den Kosten der Veranstaltung, sondern auch mit den eigenen Erfahrungen in der Durchführung von gewissen Veranstaltungen.

Kurse mit Unzufriedenheits-Garantie

Würde jemand auf der Bühne stehen und was vorsingen, könnte ich zwar sagen obe es mir gefällt oder nicht —” es aber nicht besser machen. Das gilt so für eine ganze Reihe von Veranstaltungen. Bei Kursen, die einen Lern- oder Informationscharakter haben sollten, sieht es etwas anders aus. Gerüchten zufolge habe ich mal Lehramt studiert, einige Jahre in der Erwachsenenbildung gearbeitet und war an einer Reihe von BarCamps mehr als nur Teilnehmer.

Wenn also etwas wirklich aus dem Ruder läuft, kribbelt es mit in den Fingern. Bei manchen Themen bleibt es dann beim Kribbeln, weil ich nicht firm genug im Thema bin. Es gibt aber durchaus Theme, wo ich mir es zutraue, dazu eine Veranstaltung zu machen. Sogar dann, wenn ich mit dem Thema vorher nicht oder nur wenig Berührungspunkte hatte.

Niemand muss und kann alles wissen. Es gibt jedoch Unterschied zwischen gut vorbereitet, wenig vorbereitet und gar nicht vorbereitet, die man als Teilnehmender spürt —” auch ohne pädagogische Vorbelastung.

Bei entsprechend guter Vorbereitung nimmt man die Teilnehmenden so an die Hand, dass sie unabhängig von ihren Vorkenntnissen alle am Ende etwas mehr wissen als vorher.

Nächstes Jahr im Frühjahr wird sich dann (voraussichtlich) zeigen, ob ich das so hinbekommen.

Eine Antwort

  1. Der Frust wird vielen in diesem Herbst der Reformen in den Knochen stecken. Ich kann nicht begreifen, wie so viele Leute die AfD wählen wollen. Dabei sehe ich, wie ein strukturell (nicht konjunkturell) bedingter Abschwung eines einst erfolgreichen Landes abläuft. Ob Kulturen von einst auf diese Weise untergingen? Allerdings ist das so eine solche Sache mit der menschlichen Vorstellungskraft. Ich hätte die Ignoranz nicht für möglich gehalten. Seit den 1980-ern frage ich mich, wie (der Missbrauch der Natur durch den Menschen) so lange akzeptiert werden konnte. So naiv!

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